Was ist die Polyvagaltheorie – und warum spielt sie für unser Wohlbefinden eine so wichtige Rolle?
Warum fühlen wir uns an manchen Tagen voller Energie, offen und gelassen – und an anderen angespannt, erschöpft oder wie blockiert?
Die Polyvagaltheorie des amerikanischen Neurowissenschaftlers Dr. Stephen Porges liefert darauf eine spannende Antwort. Sie beschreibt, wie unser autonomes Nervensystem ständig unsere Umgebung wahrnimmt und entscheidet, ob wir uns sicher fühlen. Diese unbewusste Einschätzung beeinflusst, wie wir denken, fühlen, handeln und mit anderen Menschen in Kontakt treten.
Sicherheit ist die Grundlage für Entwicklung
Fühlen wir uns sicher, fällt es uns leichter, ruhig zu atmen, klar zu denken, kreativ zu sein und mit anderen Menschen in Verbindung zu treten. Unser Körper kann regenerieren, wir lernen leichter und erleben mehr Lebensfreude.
Steht unser Nervensystem hingegen unter Dauerbelastung, reagiert der Körper häufig mit Anspannung, erhöhter Wachsamkeit oder Erschöpfung. Diese Reaktionen sind zunächst natürliche Schutzmechanismen. Sie zeigen, wie eng Körper und Nervensystem zusammenarbeiten.
Welche Rolle spielt der Atem?
Der Atem gehört zu den wenigen Körperfunktionen, die wir sowohl automatisch als auch bewusst beeinflussen können. Genau darin liegt seine besondere Bedeutung.
Eine ruhige, gleichmäßige Atmung kann das Nervensystem dabei unterstützen, wieder mehr innere Ruhe und Stabilität zu finden. Gleichzeitig verändert sich häufig auch das körperliche Empfinden: Der Herzschlag wird ruhiger, die Muskulatur lässt los und der Geist gewinnt an Klarheit.
Deshalb spielt die Atmung in vielen modernen Ansätzen zur Stressregulation ebenso eine wichtige Rolle wie in jahrtausendealten Yogatraditionen.
Wissen wird durch Erfahrung lebendig
Die Polyvagaltheorie hilft dabei zu verstehen, warum Atemübungen, Bewegung, Klang, Meditation und bewusste Körperwahrnehmung eine so positive Wirkung entfalten können.
Entscheidend ist jedoch nicht nur das Wissen darüber, sondern die eigene Erfahrung.
Schon wenige Minuten bewusster Atmung können einen spürbaren Unterschied machen. Wer regelmäßig übt, entwickelt mit der Zeit ein feineres Gespür für den eigenen Körper und lernt, bewusster mit Belastungen umzugehen.
Unser Ansatz in der Nada-Prana-Akademie
In unseren Ausbildungen verbinden wir aktuelles Wissen über das Nervensystem mit bewährten Atemtechniken, Bewegung, Klang und Meditation.
Unser Ziel ist es, Zusammenhänge verständlich zu vermitteln und sie gleichzeitig praktisch erfahrbar zu machen. Denn nachhaltige Entwicklung entsteht dort, wo Wissen und eigene Erfahrung zusammenfinden.
Neugierig geworden?
Wenn du erleben möchtest, wie Atemarbeit das Nervensystem unterstützen kann und wie sich moderne Erkenntnisse mit jahrtausendealten Traditionen verbinden lassen, laden wir dich herzlich zu einem Atemwochenende oder einer Ausbildung der Nada-Prana-Akademie ein.
Ausbildung in ganzheitlicher Atemtherapie & Atemcoaching
Über den Autor:
Roland Hutner ist Gründer der Nada-Prana-Akademie und begleitet seit über 30 Jahren Menschen in den Bereichen Atemtherapie, Klangtherapie, Yoga und Bewusstseinsarbeit. In seinem Gesundheitswissen verbindet er persönliche Erfahrungen mit fundiertem Fachwissen.